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Lernen als Weg

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Susanne Honegger

ZfU-Faculty: Office-Management
Fachbereich Gesprächsführung und Selbstmanagement-Training für Frauen, BWL für Assistentinnen,
Lehrauftrag für Rhetorik und Selbstmanagement

Susanne Honegger arbeitet als Beraterin für Unternehmensentwicklung und führt auch Trainings im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung durch.

 

Professionelle Gesprächsführung für Frauen

Es sei vorweggenommen: Professionelle Gesprächsführung und ein selbstsicherer Auftritt sind lernbar! Ich musste 28-jährig in meiner damaligen Ausbildung vor meine MitschülerInnen treten und ihnen eine 5-minütige Zusammenfassung vortragen, dabei war ich so unsicher und verlegen, dass ich mit Piepsstimme und zittrigen Knien meine Thesen vortrug. Nicht gerade sehr wirkungsvoll! Heute, 15 Jahre später, leite ich Seminarien und halte Referate vor Grossgruppen. Piepsstimme, zittrige Knie und unklare Gedanken sind kein Thema mehr. Aber abgesehen von mir: Die Frauen, die ich seit Jahren in Kommunikation schule, sagen nach den Seminarien immer wieder, der erste Schritt sei nun getan, sie wissen jetzt, wo es langgeht, ergänzen wollen sie dieses Wissen nun mit Übung und dazu seien sie ermutigt und motiviert! Der Grund, warum viele Frauen in Seminarien ihre Kommunikationsstrategien verbessern wollen hört sich über alle individuellen Situationen ähnlich an: Sie wollen in der Arbeitswelt gehört und von ihrer Umgebung ernstgenommen werden! Warum ist das denn nicht einfach gegeben?

Dazu 5 Thesen.

These 1
In der Arbeitswelt haben in der Regel die Männer die Spielregeln erdacht und eingeführt.
Ganz im speziellen die Kommunikationsregeln. Beispielsweise lautet Eine: Nimm eine Idee, die im Gespräch fällt, auf, formuliere sie etwas um, und stelle sie als deine Lösung zum Problem vor.

Mögliche Strategie im Umgang mit dieser Regel: Beim Formulieren einer Idee, selbstsichere Redewendungen verwenden und nach der Ideenpräsentation mit der Fragestellung „Was meint Ihr dazu?“ eine Stellungnahme einfordern.

These 2
Die Förderung der Fähigkeit, selbstsicher aufzutreten, die Stimme zu erheben und laut und deutlich seine Meinung zu äussern, wurde in der Erziehung zur Frau vergessen. Stattdessen wurden Weisheiten wie: Blühe – aber blühe bescheiden; Reden ist Silber, Schweigen ist Gold., etc. mit auf den Weg ins Leben gegeben.

Mögliche Strategie im Umgang mit der fehlenden Förderung: Es ist nie zu spät! Lernen Sie die Spielregeln des selbstsicheren Auftritts und üben Sie sie. Beginnen Sie sofort damit, indem Sie anstelle der Redewendung „man könnte...“ die wirkungsvollere Aussage „ ich finde es besser, wenn...“ verwenden.

These 3
Frauen wissen oft nicht, wie sie sich in einem Gespräch am Arbeitsplatz verbünden können und unterlassen somit eine wichtige Voraussetzung für die Wirksamkeit ihrer Aussagen.

Mögliche Strategie im Umgang mit diesem Nichtwissen: Achten Sie beim nächsten Gruppengespräch darauf, wer Ihnen bei Ihren Ausführungen wohlwollend - erkennbar am beifälligen Nicken oder Lächeln – zuhört und sprechen Sie anschliessend diese Person mit der Frage: „Und was meinen Sie dazu?“ an. Sie wird Ihre Ausführungen bestimmt stützen!

These 4
Frauen benutzen die Kommunikation um Kontakte und Beziehungen zu pflegen, Männer um ihre Standpunkte darzulegen.

Mögliche Strategie im Umgang mit diesem Unterschied: Lernen Sie, ebenfalls selbstsicher Ihre Meinung kundzutun. Dann verfügen Sie über das Kombipaket, das in der heutigen Arbeitswelt sehr gefragt ist: Menschen mit Sozialkompetenz und Selbstsicherheit, die Ihre eigenen Ideen einbringen und darüber hinaus noch in der Lage sind, einen gleichberechtigten Dialog darüber zu führen.

These 5
Durch viele subtilen Achtung! oder Verbotsschilder (auch deine Mutter konnte keine Mathe Sabrina; du musst Nachhause kommen bevor es dunkel wird, Laura; auf Bäume klettern ruiniert dein Kleid, Sarah) in der Kindheit verlernen die Mädchen, dass sie stark sind und eine Situation massgeblich beeinflussen und somit Herrin der Lage sind. Anstelle der Stärke erlernen sie die Hilflosigkeit.

Mögliche Strategie im Umgang damit: Handeln statt behandelt werden! Handeln Sie, indem sie sich nicht mehr einreden (lassen), dass selbstsicher zu kommunizieren angeboren sein muss. Melden Sie sich für einen entsprechenden Kurs an. Stecken Sie sich Ziele und setzen Sie Prioritäten. Setzen Sie Ihre Pläne um!


Veranstaltungen

Anliegen aktiv einbringen und vertreten 
Zertifizierter Lehrgang Modul 1: Organisation und Kommunikation  

 

 

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