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Sibylle May

ZfU-Faculty: Office-Management
Fachbereich Projektmanagement, Konfliktmanagement
Lehrauftrag für Projektmanagement, Konfliktmanagement

 

Emotionale Intelligenz - alles nur Gefühlsduselei?

Untitled Document Trendwende: Emotionale Intelligenz

Durch den Begriff „Emotionale Intelligenz“ macht sich eine neue Trendwende bemerkbar. Auch Jungen und Männer dürfen Gefühle zeigen und der Erziehungsspruch: „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ gilt nicht mehr.

Auf die Fähigkeit Verständnis zu zeigen und Konflikte kommunikativ zu lösen, wird mehr und mehr Wert gelegt. Früher wurden Frauen, die schon immer als gefühlsbetonter galten, von bestimmten Berufen fern gehalten, heute ist das eher der umgekehrte Fall.

Jede neue Bewegung und jeder neue Trend braucht einen Wahlspruch und dieser lautet für die Emotionale Intelligenz: „Habe Mut, Dich Deiner Emotionen zu bedienen“.

Wichtiger als jemals zuvor wird das Erleben und Steuern von Glück und Unglück, von Angst und Freude, Erregung und Trauer. Wir leben in der Zeit eines neuen Interesses, eines neuen Bewusstseins und einer neuen Haltung zu unseren Gefühlen. Es geht nicht mehr nur um die logische Gewissheit meiner Existenz, sondern um die Erfahrung des Lebens und Erlebens: „Ich fühle, also bin ich“.

Zur emotionalen und intuitiven Bildung gehört es, mit dem Sprachgebrauch der Gefühle vertraut zu sein. Dies ist in jeder beruflichen oder persönlichen Kommunikation von Vorteil. Unsere Sprache ist leider nicht immer eindeutig. Um Ihre eigenen Gefühle und die der anderen richtig zu verstehen, ist es notwendig, dass Sie sich über die Vieldeutigkeit der Wörter im Klaren sind. Je besser Sie die Sprache der Gefühle beherrschen, umso erfolgreicher werden Sie im Umgang mit Ihren Mitmenschen sein.

Ein wesentlicher Bestandteil der Emotionalen Intelligenz ist die Empathie. Mit Empathie bezeichnen wir das Einfühlungsvermögen. Der Begriff Empathie ist jedoch nicht im Zusammenhang zu sehen mit Sympathie oder Antipathie, sondern bezeichnet die Fähigkeit des Einfühlens. Drei Dinge sind dabei zu unterscheiden:

  1. Das Erkennen und Verstehen der emotionalen Vorgänge in einem anderen Menschen.
  2. Das Verhalten, mit dem Sie dem anderen mitteilen, dass Sie ihn verstehen. Empathie haben bedeutet, diese auch zu zeigen.
  3. Hier gehören die einfühlsamen Reaktionen mit zu.

Empathie ist damit die Grundlage der Beziehungsfähigkeit überhaupt. Denn Zuneigung, Liebe und Freundschaft setzen immer voraus, dass die Menschen sich verstehen und das Bedürfnis, verstanden zu werden, befriedigen. Sie müssen Ihren Chef verstehen, um gut mit ihm zusammen zu arbeiten, Sie müssen Ihren Partner verstehen, um mit ihm leben zu können.

Nicht zu vergessen, auch die nonverbale Kommunikation hat einen starken Einfluss auf die Empathie. Sie kennen das Indianersprichwort: „Gehe den Weg in meinen Mokassins.“ Die moderne Psychologie spricht in diesem Zusammenhang von einem Perspektivwechsel. Dies bedeutet für Sie, sich in die Situation des anderen zu versetzen. Empathie ist dann gelungen, wenn Sie das emotionale Leben Ihres Gegenübers richtig deuten. Für Ihren Alltag wichtig: Der emotional gebildete Mensch zeigt Empathie, weil er weiß, was er damit erreicht.


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