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Trendwende: Emotionale Intelligenz
Durch den Begriff „Emotionale Intelligenz“ macht sich eine neue
Trendwende bemerkbar. Auch Jungen und Männer dürfen Gefühle
zeigen und der Erziehungsspruch: „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ gilt
nicht mehr.
Auf die Fähigkeit Verständnis zu zeigen und Konflikte kommunikativ
zu lösen, wird mehr und mehr Wert gelegt. Früher wurden Frauen, die
schon immer als gefühlsbetonter galten, von bestimmten Berufen fern gehalten,
heute ist das eher der umgekehrte Fall.
Jede neue Bewegung und jeder neue Trend braucht einen Wahlspruch und dieser
lautet für die Emotionale Intelligenz: „Habe Mut, Dich Deiner Emotionen
zu bedienen“.
Wichtiger als jemals zuvor wird das Erleben und Steuern von Glück und
Unglück, von Angst und Freude, Erregung und Trauer. Wir leben in der Zeit
eines neuen Interesses, eines neuen Bewusstseins und einer neuen Haltung zu
unseren Gefühlen. Es geht nicht mehr nur um die logische Gewissheit meiner
Existenz, sondern um die Erfahrung des Lebens und Erlebens: „Ich fühle,
also bin ich“.
Zur emotionalen und intuitiven Bildung gehört es, mit dem Sprachgebrauch
der Gefühle vertraut zu sein. Dies ist in jeder beruflichen oder persönlichen
Kommunikation von Vorteil. Unsere Sprache ist leider nicht immer eindeutig.
Um Ihre eigenen Gefühle und die der anderen richtig zu verstehen, ist
es notwendig, dass Sie sich über die Vieldeutigkeit der Wörter im
Klaren sind. Je besser Sie die Sprache der Gefühle beherrschen, umso erfolgreicher
werden Sie im Umgang mit Ihren Mitmenschen sein.
Ein wesentlicher Bestandteil der Emotionalen Intelligenz ist die Empathie.
Mit Empathie bezeichnen wir das Einfühlungsvermögen. Der Begriff
Empathie ist jedoch nicht im Zusammenhang zu sehen mit Sympathie oder Antipathie,
sondern bezeichnet die Fähigkeit des Einfühlens. Drei Dinge sind
dabei zu unterscheiden:
- Das Erkennen und Verstehen der emotionalen Vorgänge in einem anderen
Menschen.
- Das Verhalten, mit dem Sie dem anderen mitteilen, dass Sie ihn verstehen.
Empathie haben bedeutet, diese auch zu zeigen.
- Hier gehören die einfühlsamen Reaktionen mit zu.
Empathie ist damit die Grundlage der Beziehungsfähigkeit überhaupt.
Denn Zuneigung, Liebe und Freundschaft setzen immer voraus, dass die Menschen
sich verstehen und das Bedürfnis, verstanden zu werden, befriedigen. Sie
müssen Ihren Chef verstehen, um gut mit ihm zusammen zu arbeiten, Sie
müssen Ihren Partner verstehen, um mit ihm leben zu können.
Nicht zu vergessen, auch die nonverbale Kommunikation hat einen starken Einfluss
auf die Empathie. Sie kennen das Indianersprichwort: „Gehe den Weg in
meinen Mokassins.“ Die moderne Psychologie spricht in diesem Zusammenhang
von einem Perspektivwechsel. Dies bedeutet für Sie, sich in die Situation
des anderen zu versetzen. Empathie ist dann gelungen, wenn Sie das emotionale
Leben Ihres Gegenübers richtig deuten. Für Ihren Alltag wichtig:
Der emotional gebildete Mensch zeigt Empathie, weil er weiß, was er damit
erreicht.