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Lernen als Weg

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Ole Petersen

Berät Unternehmen in der Gesundheitsförderung und ist Berater von Spitzensportlern. Aktiver Triathlet seit 1989. Seit 1994 deutscher Rekordhalter auf der doppelten Ironman-Distanz. Autor des Erfolgsbuches «Ironman - das 8-Stunden-Training»

 

Fitness als Karrierefaktor

Kann der Manager seine Gesundheit erhalten bzw. fördern und mit einem minimalen Zeitbudget von 2 bis 3 Stunden pro Woche einen optimalen Effekt erzielen, der sich auch positiv auf die Arbeitsleistung auswirkt ? - Die Antwort ist ja, wenn man weiss wie!

Leider ist das Thema Gesundheit und Fitness nicht so einfach, dass es gar möglich wäre, mit dem Ergreifen einer einzelnen Massnahme (wie etwa zwei wöchentliche Meditationen oder das Absolvieren der «fünf Tibeter») ganzheitliche Gesundheit zu erlangen. Jedermann spürt heute täglich am eigenen Leibe, dass Geist und Körper untrennbar miteinander verbunden sind. Die Zusammenhänge sind so komplex, dass sie trotz aller Wissenschaften und Forschungen unser Vorstellungsvermögen bei weitem übersteigen. Erschwerend kommt hinzu:

  • Gesundheit wollen wir alle, dafür wirklich etwas tun eher nicht.
  • Das Wissen um einen gesunden (Wieder)Einstieg in Fitness / Sport / körperliche Aktivität ist nicht verbreitet.
  • Verhaltensmuster aus Kindheit und Gesellschaft verursachen «Leistungsdruck».

Trotzdem kann man sich die engen Verbindungen zwischen Körper und Geist zu Nutze machen und eine Steigerung des Wohlbefindens und der Leistung herbeiführen:

«In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist!»

Es ist medizinisch erwiesen, dass durch gezieltes Herz-Kreislauf-Training auch das Gehirn eine verbesserte Sauerstoffzufuhr erfährt und man dadurch die Kapazitäten seines «Werkzeugs» Gehirn besser ausnutzt. Ebenso ist erwiesen, dass durch regelmässiges und moderates Training im Fettstoffwechsel-Bereich die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten erheblich gesenkt werden. Warum ist dies so wichtig?
Die täglichen Belastungen am Arbeitsplatz haben einen erheblichen Einfluss auf unseren Gesundheitszustand. Die raschen Veränderungen der Märkte und der fortschreitende Wertewandel der Gesellschaft bringen immer höhere psychische, aber auch physische Belastungen für die Mitarbeiter/innen mit sich. Dazu gesellen sich mangelhafte Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Es wundert daher kaum, daß die Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den deutschsprachigen Ländern die Hitliste der Todesursachen mit über 65% anführen. Somit ist der Bekämpfung der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten höchste Aufmerksamkeit zu widmen. Die «Werkzeuge» dazu sind:

A) Konkrete Gesundheitszielsetzung

Die Wichtigkeit einer konkreten Zielsetzung dürfte aus dem Management hinlänglich bekannt sein.

B) Individueller Check-up mit Leistungsdiagnose

Für gesundes Herz-Kreislauf-Training ist es nun mal unerläßlich, sich genau dieses Herz-Kreislauf-System einer jeden einzelnen Person näher anzuschauen. Es ist für die Steuerung eines gezielten Trainingsprogrammes nötig zu wissen, wie sich das Herz-Kreislauf-System unter Belastung verhält und welches Leistungsvermögen es hat.

C) Herzfrequenzgesteuertes Ausdauertraining

An moderatem Ausdauertraining führt kein Weg vorbei - die Pille zur Fettverbrennung gibt es (zum Glück) noch nicht. Die Belastungsintensität wird mit einer Pulsuhr gesteuert.

D) Trainingsplanung und -begleitung 

Da nur ein langfristig angelegtes Programm zu einer Verhaltensänderung führt, ist die mittelfristige Trainingsplanung und -kontrolle extrem wichtig. Gerade der (Wieder)Einsteiger hat die meisten Fragen und Zweifel und deswegen eine «Begleitung» nötig.

E) Re-check zur Erfolgskontrolle

Ob die gewünschten Effekte erreicht worden sind, kann in einem Re-check mit sportmedizinischer Leistungsdiagnose «schwarz auf weiss» belegt werden. So lässt z.B. eine Schweizer Bank den Gesundheitszustand ihrer Filialleiter jährlich durch einen Check-up feststellen. Korrektur- und Trainingsmassnahmen werden davon abgeleitet. Die Krankheitsrate konnte in einem Zeitraum von 4 Jahren um fast 20% verringert werden.

Diese Elemente stammen aus der Sportmedizin, der Trainingslehre für Ausdauersportarten, dem Mentaltraining und der gängigen Managementlehre. Durch die Verknüpfung von «best of both worlds» (Management und Sport) ist ein wirkungsvolles Programm entstanden.

Wenn es mir möglich ist mit 4 bis 5 Wochenstunden Training neben Berufung und Familie Rekorde bei Ultra-Triathlons aufzustellen, dann kann man mit der gleichen Methode in 2 bis 3 Stunden seine Gesundheit und Leistungsfähigkeit effektiv steigern. Also warten Sie nicht, bis Ihr eigener Leidensdruck so groß ist, daß Sie durch Reha-Massnahmen an das Thema herangeführt werden.
Ich wünsche Ihnen keine Gesundheit, da diese nicht einfach so vom Himmel fällt, sondern ich wünsche Ihnen Mut und Motivation, dafür etwas zu tun.


 

 

  • ZfU International Business School
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