«Excellence im Sein und Tun ist erlernbar. Letzten Endes ist unser Leben unsere eigene
Kreation.»
Prof. Dr. Peter Warschawski
Wir leben in einem Zeitalter der Selbst-Entwicklung und der
Selbst-Verwirklichung. Wir wollen uns selber verbessern, unsere inneren Fähigkeiten
schärfen und unsere «Soft Skills» ausbauen.
In einer Zeit, in der es im Geschäft mehr denn je auf die persönlichen Werte und auf das
persönliche Können ankommt, merken wir, dass es primär an unserer Person liegt,
konkurrenzfähig zu bleiben.
Und wir haben recht. Viele Langzeitstudien vom Kindergarten bis zum
Verwaltungsrats-Sitzungszimmer bestätigen, dass ausserordentlicher Erfolg weder
eine reine Funktion von Intelligenz noch von erstklassiger Ausbildung ist, auch wenn diese
dazu beitragen können. Eindeutig steht fest, dass die wichtigsten Grundsteine zum Erfolg
in uns selber liegen. Wer behauptet, die Person mache keinen Unterschied, der spielt nicht
im Takt der heutigen Musik.
Heute reicht es nicht mehr, Wissen und Können und Erfahrung auf einem bestimmten
Gebiet zu haben und tüchtig zu arbeiten. Heute muss man wissen, wie man
- sich selbst und andere motiviert
- klar und effizient kommuniziert
- Teams bildet und führt
- Mitarbeiter dahin fördert, ihr Bestes hervorzubringen
- mit politischem Feingefühl Menschen angeht und sich durchsetzt
- Synergien zwischen Individuen und Gruppen baut, um ein Ziel zu erreichen
- mit Konflikten umgeht und sie löst
- flexibel und optimistisch mit Veränderungen umgeht
- kreative Lösungen erdenkt sich selbstsicher durch schwierige Lagen führt
- durch Vorbild führt
Diese Fähigkeiten gehören zu den «Soft Skills», die heute unerlässlich sind. Der
Wissensdurst und die Lust daran, Möglichkeiten zu finden, diese Fähigkeiten zu erlernen
und sie meisterhaft zu beherrschen, sind gross.
Was unsere Suche jedoch erschwert, ist, dass wir im Zeitalter des «Do it Yourself»
leben. Wir meinen, wir sollten das selber können, es alleine schaffen. Es gibt genügend
Selbsthilfebücher und -Kurse, nicht wahr? Damit sollte es doch möglich sein. Warum geht
es denn doch nicht?
Was uns entscheidend daran hindert, ist die allgemein wenig beachtete Tatsache, dass
alle oben erwähnten Fähigkeiten auf unserem Denken beruhen. Und Denken ist einer der
menschlichen Vorgänge, die fast immer unbewusst ablaufen. Wir denken nicht nach über
unser Denken. Wir denken einfach. Es scheint meistens sogar, als würde «etwas» anderes
als wir in uns denken. «Es denkt sich». Auf einmal ist ein Gedanke da, und wir haben
keine Ahnung, wieso dieser Gedanke kam und nicht ein anderer. Unsere Gedanken sind jedoch
die Basis unseres ganzen Seins und unseres ganzen Tuns, denn ohne unsere Gedanken wüssten
wir ja nicht, wer wir sind, was wir meinen, was wir wollen und was das nächste ist, das
es zu tun gilt.
Wie können wir denn hoffen, ja sogar erwarten, dass wir unser Sein, unser Tun, unsere
Gedanken ändern oder entwickeln können, wenn wir keinen bewussten Zugang zu ihnen haben?
Daran scheitern immer wieder unsere Versuche, uns im Sinne von Excellence zu entwickeln:
Es ist unmöglich, etwas, das uns nicht bewusst ist, bewusst zu verändern. Wir erreichen
wohl etwas durch das Lesen und das Besuchen von Kursen. Aber da wir dadurch noch keine
Änderung der geistigen Position erlangen können, haben wir ganz einfach mehr vom
Gleichen, das wir schon hatten. Mehr vom Gleichen ist immer noch das Gleiche!
Um Veränderung im eigenen Denken zu ermöglichen, damit wir unsere brennenden Ziele
erreichen, müssen wir mit jemandem ausserhalb von uns arbeiten; nur dadurch kann uns
unser Denkprozess bewusst werden. Nur in der Zusammenarbeit mit dem Coach können wir
erkennen, wie wir denken und welche Resultate uns unser gewohntes Denken «diktiert».
Wenn wir dann dieses Bewusstsein haben, sind wir plötzlich in der Lage, eine Wahl zu
treffen: Wir können uns nämlich bewusst entscheiden, ob wir so denken wollen wie bis
anhin, oder ob wir neue Gedanken kreieren wollen, die uns erlauben, unter den im Moment
gegebenen Umständen die gewünschten Ziele zu erreichen. Diese Fähigkeit, zu kreieren
nicht nur etwa einmal durch einen zufälligen Gedankenblitz sondern
fortlaufend, gezielt und den Umständen entsprechend, das ist die Position von Excellence.
Das ist, was den Unterschied zwischen dem guten und dem hervorragenden, meisterhaften
Manager ausmacht.
Excellence im Sein und Tun ist erlernbar. Letzten Endes ist unser Leben unsere eigene
Kreation. Wir können uns in der Tat die praktischen Fähigkeiten und Techniken aneignen,
die es uns ermöglichen, unser Leben so erfolgreich zu gestalten, wie wir es uns
vorstellen können. Und es ist möglich wir ermöglichen es seit Jahren!