Die Natur als Management Lehrer
Reiseerlebnis:
Ein einheimischer Spurenleser im südlichen Afrika führt unsere Gruppe. »Ich spüre Büffel in der Nähe. Sie müssen 1 km entfernt sein.« Nach 400 Metern meldet er: »Ich rieche Büffel.« Und nach weiteren 300 Metern sehen wir tatsächlich die Büffelherde! Was in der Savanne geschah, regte mich zum Nachdenken an, ob dies auf den Management-Alltag übertragbar ist.
»Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen ... «, heißt es schon in Goethes Faust. Haben wir als Manager Gespür für das Umfeld, in dem unsere Kunden leben? Empfinden wir, was im Kunden vorgeht? Spüren wir, in welche Richtung er sich bewegen wird? Wir sollten in seiner Welt leben, in seinem Biotop schwimmen und in seinen Schuhen gehen. So können wir seine Bedürfnisse erfassen. Und noch wichtiger: Wenn wir die Prozesse des Wahrnehmens und Entscheidens verstehen, können wir menschliches Verhalten im Voraus erkennen - der Garant für Markt-Erfolge.
Szenenwechsel:
In freier Wildbahn jagen Löwen nach bekannten Mustern. Doch Vorsicht: Wann immer die Gelegenheit günstig ist, kann sich ihr Jagdverhalten ändern. So wie es in keinem Buche steht. Das bedeutet: Management-Techniken und -Prozedere sind nützlich, aber nicht unantastbar. Aus Opportunität kann es sinnvoll sein, etwas völlig Ungewohntes zu tun, wenn es bessere Resultate erbringt. Ein 'natürliches' Abweichen muss Sinn machen, eine innere Logik aufweisen. Wie Sie auch handeln, denken Sie immer daran: Auf der Suche nach Spuren hinterlässt man welche...
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