Die Zukunft in der "flachen" Welt
Durch das Vernetzen mit jedem und allem reduziert sich die Welt zum Flachbildschirm. Intelligente Software sichert einen gleichberechtigten Zugang zu unermesslichem Wissen – schnell, gleichzei-tig und überall auf dem Globus. Thomas Friedman, Pulitzer-Preisträger und Kolumnist der New York Times, beschreibt revolutionäre Folgen in seinem faszinierenden Bestseller "Die Welt ist flach". Alles was ersonnen werden kann, wird auch realisiert. Stellt sich die Frage, ob man es selbst tut, oder ob es einem angetan wird. Vielfältige Kooperationen in Produktion, Bildung und Forschung kommen in turbulenten Wirbeln der Entwicklung auf uns zu. Neue, unerwartete
Mitbewerber, ob branchenfremd oder aus fernen Kontinenten, werden auftauchen. Eine Heraus-forderung: Denn im selben Augenblick sind unternehmerisch Dinge möglich, von denen niemand zu träumen gewagt hätte.
Was heute Europa schafft, wird in 10 Jahren auch in Indien und China Standard sein. Die westli-chen Länder können trotzdem künftig auf manchen Feldern Vorteile bieten, die ihnen Vorsprung verschaffen. Das setzt voraus, sich mit dieser Wirtschaftswelt laufend zu befassen und sich konti-nuierlich zu differenzieren. Outsourcing, Offshoring, Insourcing, Homesourcing: das kostet ange-stammte Arbeitsplätze, schafft aber neue Jobs. Brechen wir also zu innovativen Ufern auf, erzeu-gen grössere Wertschöpfung und mehr Brainware.
Paradox: Je mehr virtualisiert und automatisiert wird, desto mehr wird das Individuum die treibende Kraft der Zukunft sein – abhängig von geistiger Fitness, frisches Wissen zu schaffen und aufzu-nehmen. Die begehrten Kompetenzen dieser neuen Welt: kooperieren, organisieren, vernetzt den-ken, Komplexes einfach vermitteln und Abläufe optimieren. Dazu gehört eine Portion Leidenschaft, Neugierde auf Neues und das Pflegen persönlicher Beziehungen. Die neue Weltkugel wird ein spannende, anforderungsreiche runde Sache. Schneiden wir uns eine Scheibe davon ab!
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