Sinnstiftung führt zum Wettbewerbsvorteil
Aufstehen, Morgenessen, Tram, Büro, Arbeit, Znüni, Arbeit, Zvieri, Tram, Nachtessen, Schlafen. Montag bis Freitag. Immer derselbe Rhythmus. Ein bequemer Weg? "Eines Tages aber steht das Warum da, und mit diesem Überdruss, in dem sich Erstaunen mischt, fängt alles an", schrieb der Literatur-Nobelpreisträger Albert Camus.
Bringen Geldscheine die Augen der Mitarbeitenden zum Leuchten? Kaum. Das Salär und die Boni sind Hygienefaktoren, allenfalls Schmerzensgeld für unbefriedigende Arbeit. Das Geheimnis erfolgreicher Unternehmer: Sie synchronisieren Firmen-Interessen mit den persönlichen Vorlieben und Begabungen ihrer Mitarbeiter! Victor E. Frankl hat in seinem Buch 'Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn' die entscheidende Frage an Chef und Mitarbeiter gestellt: "Was habe ich zu geben, wie kann ich der Welt dienen?“ Die Antwort ist es, die letztlich Sinn verleiht. Der Schmetterling im Bauch ist der stärkste Motivator. Selbstverantwortung und Einfluss wirken wie Flügel. Das Resultat sind Kreativität und Einsatzfreude. Abgerufen oder erzwungen werden kann es nicht. Durch Wertschätzung und Freiraum innerhalb eines Rahmens geschieht dies freiwillig. Je besser die Einzelnen ihr Talent einbringen können, umso standhafter agiert das Unternehmen am Markt.
Sinn- und wertorientiertes Arbeiten im Betrieb ist aufwendiger - doch eher eine lohnende Investition als ein Kostenfaktor. Das an Stärke ausgerichtete Menschenbild siegt über das defizitorientierte. Sinnstiftung bewirkt ein Leiten über Sog statt Führen mit Druck.
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