Frische Paradigmen statt verbrauchter Routinen
Taylorismus, Spezialisierung und Motivationsspritzen haben lange Zeit die Produktivität verbessert. Der Schlusspunkt dieser Epoche ist in Sicht. Neue Paradigmen verhelfen zu entscheidenden Fortschritten. Gary Hamel fordert in seinem Buch „Das Ende des Managements – Unternehmensführung im 21. Jahrhundert“ das Hinterfragen und Prüfen tradierter Glaubenssätze. Spielt die Musik von oben, greifen Visionen, Ziele und Planung vertikal ins Unternehmen. Der Vorteil: Ein einheitliches Ausrichten. Der Nachteil: Die oberste Führungsperson ist durch die vielfältigen komplexen Aufgaben häufig überfordert. Anleihen bei demokratischeren Modellen mit klarer Delegation der Verantwortung an die direkt betroffenen Stellen bewirken Positives. Das Reaktionstempo wird beschleunigt. Der direkte Einfluss von Kunden geschieht rascher weil direkter. Die Meinung im Unternehmen über die gemeinsame Zukunft ist breiter abgestützt, Leidenschaft und Passion entfalten sich.
Innovationen werden in Zukunft von jedem erwartet, bislang waren das kreative Beiträge Einzelner oder aus F&E. Voraussetzung dazu sind innovatives Klima sowie Freiraum. Glauben und Spiritualität können Impulse in die Führung bringen. Ein höherer Sinn oder ein bedeutungsvolles Ziel vor Augen mobilisiert Kräfte in der Belegschaft.
Diversity verstärkt den Eifer zur Innovation. Das Aufeinanderprallen verschiedener typischer Erwartungen und Meinungen vermischt Kulturen und kreiert über die Synthese zukunftsweisende Lösungen. Revolution oder Evolution? Fortschritte sollten in kleinen überschaubaren Schritten vorangetrieben werden. Beginnen die kreativen Geistesfunken auf Andere zu überspringen, gilt es, die elektrische Spannung zu verstärken. Selbst scheinbar unerreichbare Intentionen werden dann zur Realität – und das im Handkehrum!
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