Mit Emotionen werden Entscheide rational
Häufig ist man sich im Leben vollkommen sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Und doch zeigte sich später, dass mancher Entscheid trotz Einsatz der ganzen intellektuellen Klaviatur völlig falsch war! Kennen Sie das?
Der bekannte Gehirnforscher Ernst Pöppel erklärt die innere Logik des Fehlurteils. Wo das „Schiessen aus der Hüfte“ mit Kompetenz verwechselt wird, sind Fehler vorprogrammiert. Entscheide müssen mehrere Ursachen berücksichtigen und sich auf verschiedene Grundlagen stützen. Das braucht Zeit. Gute Entschlüsse entstehen, wenn sie auf Gefühlen basieren und analytischen Denkprüfungen standhalten. Emotionen haben einen dauerhaften Charakter im Gegensatz zum flüchtigen Wahrnehmen und Urteilen. Über die neuronalen Prozesse im Gehirn sorgen sie für lang anhaltendes Interesse. Eingeknüpfte Gefühle motivieren uns und die Anderen intensiver. Besonders die Sehnsucht mobilisiert alle operativen Möglichkeiten, um ein Fernziel über längere Dauer nicht aus den Auge zu verlieren. Dieses Verankern ist ein Teil unserer täglichen Handlungsgrundlagen.
Heute wissen wir: Die obere strategische Ebene des Gehirns gibt der unteren taktischen Stufe Ziele vor. Diese sendet Impulse nach oben – aber nur aus jenen Fähigkeiten, welche sie zum Erreichen der Zielvorgaben entwickelt. Das gewährt Stabilität und dynamisches Gleichgewicht.
Fazit: Ohne Ziel keine Entscheidung!
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