„Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, und die man verwirklichen möchte, dann gibt’s auch kein Motiv sich anzustrengen.“
Höhere Profite, steigender Marktanteil, mehr Macht - wen soll das auf Dauer motivieren. Zweifellos ist der Shareholder Value ein interessanter Massstab. Wohin die Dominanz dieses Wertes führt, hat man uns
gerade vorgeführt. Nüchterne Zahlen schaffen weder ein Leuchten in den Augen noch aktivieren sie Kreati-vität, Leidenschaft oder Initiative.
Ermöglicht uns die Führungskraft, in der Arbeit Sinn zu finden, werden Schubkräfte freigesetzt. Dieser Sinn muss auf freier Basis gefunden werden. Das lässt sich nicht anordnen. Die Vision muss realistisch sein, kein Trugbild. Sie fasziniert, wenn sie Erstrebenswertes zum Gegenstand hat. Was müssen wir tun, um die Vision zu realisieren? Diese Frage löst einen subtilen Abstimmungsprozess zwischen Belegschaft, Unter-nehmer und Kunden aus. Diejenigen, die es packt, sind treibende Mitarbeiter auf der einen und begeisterte Stammkunden auf der anderen Seite. Die starke Ausgangslage für jeden Betrieb! Sind die Betriebsange-hörigen in Form von Lebenssinn im Dienste einer höheren Aufgabe dabei, erzeugt dies einen ungeheuren Schub. Ein Mix aus Spass und Flow mit dem angenehmen Resultat, dass auch die Bilanz stimmt.
Die neuesten Erkenntnisse neurologischer Wissenschaftler unterstützen diese Thesen. Sie bringen Gefüh-le, Wahrnehmung, Wissen in einen bedeutsamen Zusammenhang. Die Hirnforschung hat es belegt: Der entscheidende Faktor bei der Führung ist das Schaffen und Zuweisen von Bedeutung und Sinn für die
Mitarbeitenden. Das hat kumulative Wirkung: Es sorgt für Klarheit, fördert Identifikation, prägt Image und grenzt von der Konkurrenz ab.
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