Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen
und Widerspruch ertragen kann.
Maria von Ebner Eschenbach
Was ist den drei Eigenschaften, die uns jugendfrisch halten, gemein? Die Veränderung!
Zu 1: Der Jungbrunnen Lernen ist ein kontinuierlicher Neuerungsprozess. Er erweitert unsere Strukturen und unseren Horizont. Erlerntes Wissen macht Neues im Leben möglich und erlaubt einen veränderten, übergeordneten Blickwinkel.
Zu 2: Einstellungen ändern ist sehr wirksam und doch sehr schwer. Rein kognitiv etwas zu verstehen nützt wenig. Erst wenn die Erkenntnisse zu neuen Gewohnheiten führen, kann es unseren Lebensinhalt komplett umformen. Dieser Tapetenwechsel erfordert Disziplin und garantiert einen nachhaltig wirksamen Einfluss.
Zu 3: Widerspruch ertragen fällt schwer. Meinungen und “Glaubenssätze“ verleihen uns vermeintliche Sicherheit und vereinfachen anscheinend unser Miteinander. Sich mit einer anderen Ansicht zu befassen stellt unsere Toleranz auf die Probe. Plötzlich wird einem bewusst, dass es mehrere Wahrheiten geben kann. Fragt man nach dem Hintergrund der “gegnerischen“ Ansicht, so hilft das, den eigenen Standpunkt zu klären, zu verbessern oder zu verändern. Aus solch einem Entwicklungsprozess entsteht eine dritte, neue Position.
Das Bejahen der drei Dispositionen zeugt von einem Leben im kontinuierlichen Wandel und Weiterentwickeln. Ein Nein käme einer Versteinerung gleich.
Entscheiden wir uns für die Offenheit und die Evolution, so schenkt uns das in jedem Moment immer wieder taufrische Chancen.
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