„Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt.“
Franz Kafka
Vertrauen ist positive Erfahrung und Bauchgefühl. Es ist auf keiner naturwissenschaftlichen Skala ablesbar und dennoch ein praktischer Mechanismus. Vertrauen reduziert soziale Komplexität und stellt eine solide Basis für intuitives Entscheiden dar. Der Soziologe Niklas Luhmann definiert Vertrauen als "riskante Vorleistung". Die Bankkrise und politische Realitäten zeigen die Folgen eines leichtfertigen Vertrauens. Es ist wichtig, dass Vertrauen und gesundes Misstrauen in einem ausgewogene Verhältnis zueinander stehen.
Steigt die Flut der Zahlen, fehlen Fakten und macht sich Zeit rar, sind rationale Entscheidungen schwer zu treffen. In solch einer Situation schenkt Vertrauen Freiraum für intuitives Werten. Doch wo fängt Vertrauen an? Bei sich selbst! Ohne Selbstvertrauen kein Vertrauen in Andere. Vertrauen dehnt sich wellenförmig aus: Auf persönliche Beziehungen, auf die Unternehmung und schliesslich auf die ganze Gesellschaft.
Ist Kontrolle besser? Der internationale Bestsellerautor Stephen R. Covey findet, dass Argwohn viel Geld kostet. Die in Low Trust Organisationen überzogene Bürokratie und Absicherung wird mit einer Quasi-Steuer belastet, während eine High Trust Gemeinschaft in den Genuss einer Art Sonder-Dividende kommt. Man vertraut einander und der Organisation, alles fliesst und arbeitet Hand in Hand. Dies fördert eine gute Unternehmenskultur und am Ende stimmt die Erfolgsrechnung.
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