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23.03.2018

Trendforum für Frauen 2018 - Ein Rückblick

Monika Zimmermann Führung und Leadership

Am 3. Trendforum für Frauen in der Führung der ZfU vom 20. März 2018 wurden die Teilnehmerinnen von spannenden Persönlichkeiten inspiriert, ihren persönlichen Führungsstil zu hinterfragen und sich für mehr Sichtbarkeit in der neuen Arbeitswelt zu positionieren.

Mit Maike Kiessling, der General Managerin von Estée Lauder Schweiz, stand eine Power-Frau auf der Bühne, die das Publikum mit einem Einblick in die Welt der Beauty Produkte begeisterte. Wie in anderen Märkten geht es darum sich selbst, die Mitarbeitenden und die Organisation ständig den Bedürfnissen des Marktes anzupassen. Maike Kiessling sieht es als ihre Aufgabe in der Führung ihre Mitarbeiter dabei zu unterstützen, selber ein Bild der Zukunft zu entwickeln: Was könnte sein? Was wäre denkbar? So lebt in ihrer Organisation ein Challenger Spirit, der nur möglich ist, wenn die Strategie allen klar ist. Damit gibt sie den Mitarbeitenden Raum, ihre Ideen zu verwirklichen. Den Kunden genau zuzuhören um innovativ zu sein und gleichzeitig Google-Daten konstant zu nutzen, ist für sie die beste Möglichkeit, im schnellverändernden Markt am Ball zu bleiben.

Zum Thema Integral Leadership hat Susanne Baumann, Coach und Trainerin in den Themen Vision & Purpose und Innovationskompetenz aufgezeigt, wie Unternehmen Produkte, Prozesse und Organisationsstrukturen verändern, um mit dem schnellen Wandel im Markt Schritt zu halten. Dabei werden wesentliche, erfolgsrelevante Aspekte, wie zum Beispiel die innere Haltung des Einzelnen oder die Kultur der Organisation zu wenig beachtet. Diese Aspekte sind essentiell um das Potential der Mitarbeitenden optimal auszuschöpfen und das Unternehmen visionär zu führen. An eindrücklichen Beispielen erklärte Susanne Baumann, wie Inspiration, Purpose, Vision, persönliches Engagement und Mut zum Erfolg führen.

Pia Tischhauser sitzt in der Konzernleitung der Boston Consulting Group und hat gleichzeitig die globale Verantwortung für die Versicherungsberatung. Auf unterhaltsame Weise erzählte sie wie sie diesen Weg an die Spitze geschafft hat und gab dem Publikum einen lebendigen Einblick in ihre persönliche Entwicklung. Besondere Bedeutung schreibt sie dabei dem Mentoring zu und forderte die Teilnehmerinnen auf, sich gleich selber mit dem Thema auseinander zu setzen. Pia Tischhauser rät, sich aktiv einen Mentor zu suchen, der das Potential in einem erkennt und dazu herausfordert, anspruchsvolle Ziele zu setzen, aber auch bei Schwierigkeiten mit Rat an der Seite steht.

Als Organisationsentwicklerin begleitet Ulrike Clasen Unternehmen und Menschen in Transformationsprozessen. In ihrem Vortrag „Active Offering“ ermutigte sie die Teilnehmerinnen, sich zu überlegen, wie sie sich in der Arbeitswelt einbringen wollen. Jede Führungskraft sollte genau wissen: das kann ich - das bringe ich - das will ich. Diese Klarheit ist nötig, um die eigene Leistungen sichtbar zu machen und sich entsprechend im Unternehmen und im Markt zu positionieren. Dazu gehört die eigene Komfortzone zu kennen und deren Grenzen bewusst zu überschreiten. Zudem ist kontinuierlich zu prüfen, wie die eigenen Kompetenzen im Umfeld wahrgenommen werden. Am Nachmittag lernen die Teilnehmerinnen im Praxisworkshop „Gross zu denken“ und staunen über die zahlreichen Möglichkeiten, die sich eröffnen, wenn Freiraum für neue Ideen geschaffen wird.

Mit ihrem Vortrag „Genial weiblich“ brachte Tamara Wilms, Coach und Trainerin für Potentialentwicklung, eine ungewohnte Perspektive zum Thema Frauen in der Führung ein. Eine Frau, die mit ihrer grössten Ressource, ihrem Bewusstsein, in Kontakt ist, kann die weiblichen Stärken nutzen um zum Beispiel ihre Ausstrahlung optimal zur Geltung zu bringen oder die Beziehung zu anderen Menschen zu gestalten. So kann sie präsent sein, frei von Vorurteilen zuhören oder ihren Führungsstil von partizipativ über fördernd und fordernd bis dominant zu variieren. Über die Intuition kann sie ihr „Dreamteam“ zusammenstellen und ein Umfeld schaffen, in welchem Mitarbeitende sich entwickeln und motiviert sind, sich einzubringen.

Das Abschlussreferat unter dem Titel „Gender at work“ von der Motivationsfrau Nicola Fritze, erfolgreiche Autorin und Vortragsrednerin, sorgte für heiteres Erkennen der unterschiedlichen Verhalten von Frauen und Männern. So unterschiedlich die Kommunikation, die Körpersprache sowie die Führungsstile der beiden Geschlechter sind, so sinnvoll sind diese, wenn sie in der passenden Situation eingesetzt werden. Auf amüsante Art hat Nicola Fritze dem Publikum nicht nur den Spiegel vorgehalten, sondern auch einige typische weibliche Stolpersteine deutlich aufgezeigt. Damit hat sie das Bewusstsein der Frauen für die kleinen Unterschiede geschärft, sodass sie diese künftig mit einer Prise Humor annehmen können.